so lautet das Motto der Bürgerinitiative für Felsberg e.V., das sie seit ihrer Gründung im August 2013 mit zahlreichen Aktionen unterstrichen hat. Auslöser für den Entschluss zur Gründung einer Bürgerinitiative war die im Juni 2013 erfolgte Unterschriftensammlung einiger Altstadtbewohner gegen die Entscheidung der Hessischen Landesregierung, die bereits zugesagte Finanzierung der Ortsumgehung rückgängig zu machen und diese stattdessen im Form einer Vorfinanzierung (KIM-Modell) auf die Kommune abzuwälzen.
Gegen dieses Vorgehen wandten sich einige Altstadtbewohner mit einem offenen Brief an den damaligen Hessischen Verkehrsminister Rentsch und sammelten dafür innerhalb weniger Tage über 700 Unterschriften.
Dieses Bürgerengagement war jedoch nicht nur Anlass für die Gründung der Bürgerinitiative, sondern auch der Auslöser dafür, dass das Thema „Ortsumgehung“ wieder in die politische Diskussion gebracht wurde. Dabei war eines ihrer Anliegen war auch die Kontrolle eines zügigen Verfahrensablaufes zur Umsetzung der Ortsumgehung.
Hierzu wurde bereits im Februar 2014 die Bildung einer Kommission „Ortsumgehung“ am Magistrat angeregt. Im Dezember 2014 fand schließlich nach langen Diskussionen die konstituierende Sitzung der Kommission „Ortsumgehung“ statt, in der vier Mitglieder der Bürgerinitiative vertreten waren.
Seit ihrer Gründung hat sich schließlich die Bürgerinitiative mit unterschiedlichen Aktionen wie
• Kreativaktionen „Altstadtspaziergang“ und „Gemeinschaftliches Straßenkehren“ • öffentliche Veranstaltungen zum Sachstand Ortsumgehung • ersten Ideensammlungen für die Zukunft der Straße als Lebensraum mit Hoffest und Klavierkonzert
• Informationsabend zum Thema „Flurbereinigung“
• Vortrag zum Thema Stadtgeschichte
• mehrfache Ausrichtung eines „Parking Days – Parkraum wird zum Lebensraum“ • Teilnahme am offiziellen Spatenstich zur Ortsumgehung
• gemeinsames Altstadtpicknick mit Anwohnern nach dem Spatenstich dafür eingesetzt, dass das Vorhaben „Ortsumgehung“ im Gespräch bleibt und vor allem auch die „Zeit danach“ im Blick behalten wird!
Denn die Verwirklichung der Ortsumgehung ist nicht Ziel, sondern Voraussetzung, um weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Altstadt umsetzen zu können.
Sie ist also nur der erste Schritt in dem nun folgenden Stadtentwicklungsprozess. Mit der Freigabe der Ortsumgehung müssen als nächstes die verkehrslenkenden Maßnahmen zur Beruhigung der jetzt ehemaligen Durchgangsstraße umgesetzt werden. Der begonnene, vielversprechende Prozess der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Straßenräume im Rahmen der Dorfmoderation muss unbedingt fortgeführt werden. Hierzu liegen erste Ergebnisse vor, die nun gemeinsam mit den Bürgern weiter entwickelt werden