Warum auch Felsberg klimarelevante Aspekte in der Stadtplanung berücksichtigen sollte

Klimaschutz ist längst kein Thema mehr, das nur große Städte betrifft. Auch kleine Gemeinden stehen vor spürbaren Veränderungen: Wie dieses Jahr deutlich zeigt, werden Hitzeperioden intensiver, Starkregenereignisse häufiger, und die Anforderungen an eine nachhaltige Infrastruktur steigen. Gerade kleinere Kommunen können durch vorausschauende Planung viel bewirken – oft sogar schneller und flexibler als große Städte.

Leider läuft dabei auch vieles falsch, wenn die Anforderungen der BürgerInnen ignoriert werden. Bestes Beispiel dafür der Burgblickplatz! Erwünscht war ein begrünter Platz, der als Treffpunkt für die Bewohner der Altstadt dienen sollte. Entstand ist eine einfallslose Leerfläche, die freiwillig nicht betreten werden will.

Die Temperatur auf der schönen Sitzbank betrug dieses Jahr, an den Tagen, an dem man am liebsten den Schatten aufsuchte bis zu 46 °C in den Abendstunden (10.08.26; 18:30 Uhr)

Ein langer Atem, der sich auszahlen muss

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Straße zu gestalten. Sie in ihrem bisherigen Ausbau zu behalten ist keine Alternative und widerspricht allen bisherigen Aktivitäten und politischen Versprechungen.

_____________________________________

Die Diskussion um die Ortsumgehung begleitet Felsberg seit Jahrzehnten. Doch erst die über 700 Unterschriften gegen die Rücknahme der Landesfinanzierung brachten das Thema zurück in die politische Realität. Die BI setzte nach: öffentliche Veranstaltungen, kreative Aktionen, Gespräche mit Landespolitikern, ein klarer Zeitplan und der Druck, den Prozess transparent zu halten.
Heute ist klar: Die Ortsumgehung ist nicht nur ein Bauprojekt – sie ist nach wie vor der Schlüssel für eine lebenswertere Altstadt.

Die Realisierung der Umgehungsstraße war der Grund, um notwendige verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Untergasse umsetzen zu können. Dafür wurde viel in Kauf genommen: die Zerschneidung eines Erholungsgebietes, die Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen, die Durchtrennung traditioneller Wege und neue Verkehrsbelastungen an anderer Stelle.

Das alles wäre vergeblich geschehen, würden die notwendigen Maßnahmen jetzt nicht in der Untergasse umgesetzt.

So oder so – die BürgervertreterInnen sind in der Verantwortung!

Alles wird gut? – Warum Felsberg seine Chancen endlich nutzen muss

Eigentlich könnte alles gut sein.

Doch ein entscheidender Baustein fehlt bis heute.

Denn Felsberg hat in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, was möglich ist, wenn Bürgerengagement, kommunalpolitische Entscheidungen und Verwaltungshandeln zusammenwirken. Seit Mitte der 90er Jahre wurden Projekte umgesetzt, die die Altstadt sichtbar nach vorn gebracht haben. Wer heute durch die Straßen geht und sich an den Zustand um das Jahr 2000 erinnert, erkennt den Fortschritt sofort: sanierte Häuser, verbesserte Straßenräume, neue Impulse für ein historisches Stadtbild, das wieder Lebensqualität ausstrahlt.

Die Verkehrsberuhigung der Untergasse – seit 30 Jahren versprochen, seit 4 Jahren möglich, aber immer noch nicht umgesetzt

Die Umgehungsstraße ist seit vier Jahren in Betrieb. Sie sollte die Voraussetzung schaffen, um die Untergasse endlich zu entlasten. Der Schwerlastverkehr ist verschwunden.

Aber die Realität sieht anders aus: Gefühlt fahren heute mehr PKWs durch die Untergasse als zuvor – und das schneller, trotz Tempo 30. Die Straße bleibt laut, gefährlich und unattraktiv. Die Chance, die Altstadt zu einem echten Wohn- und Aufenthaltsraum zu entwickeln, wird nicht genutzt, obwohl die historische Kernstadt mit der Burg das „Aushängeschild“ Felsberg darstellen soll und als solches beworben wird.

Ideen gibt es genug

Anwohnerinnen und Anwohner haben zahlreiche Vorschläge eingebracht: kostengünstig, pragmatisch, sofort umsetzbar. Doch eine echte Beteiligung der Betroffenen zur Neugestaltung der Straße hat bisher nicht stattgefunden und ist wohl auch nicht beabsichtigt. Das ist schwer zu verstehen. Denn die Stadt selbst formuliert ambitionierte Ziele.

„Felsberg soll sich positiv entwickeln“ – ein Anspruch, der Verpflichtung ist

Bürgermeister Björn Vaupel sagte im Frühjahr 2025 laut HNA (17.02.2025):

„Stadtentwicklung ist dann positiv zu sehen, wenn es einen Mehrwert bringt, zum Beispiel durch Wohnraum, Infrastrukturverbesserung, kulturelle Bereicherung oder durch umweltfreundliche Projekte, nicht aber durch Zögern oder Verhindern von Entwicklungsschritten. Ich selbst möchte, dass sich die Stadt Felsberg positiv entwickelt und man dies sieht.“

Genau das möchten die Bürgerinnen und Bürger der historischen Altstadt auch.Sie möchten, dass man die positive Entwicklung endlich sieht: in einer verkehrsberuhigten Untergasse, in sicheren Wegen und Übergängen, in lebendigen Straßenräumen, in einer Altstadt, die nicht länger Durchgangsstraße ist, sondern Lebensraum.

Felsberg hat die Chance – jetzt muss sie genutzt werden

Die Umgehungsstraße ist gebaut. Die Voraussetzungen sind geschaffen. Die Ideen liegen auf dem Tisch. Die Bürger sind bereit, sich einzubringen.

Was fehlt, ist der Schritt, der alles möglich macht: die konsequente Verkehrsberuhigung der Untergasse und die Beteiligung der Menschen, die dort leben.

Beispiel einer Neugestaltung der Untergasse in der historischen Altstadt Felsbergs

„Von der Durchgangsstraße zum Lebensraum“

so lautet das Motto der Bürgerinitiative für Felsberg e.V., das sie seit ihrer Gründung im August 2013 mit zahlreichen Aktionen unterstrichen hat. Auslöser für den Entschluss zur Gründung einer Bürgerinitiative war die im Juni 2013 erfolgte Unterschriftensammlung einiger Altstadtbewohner gegen die Entscheidung der Hessischen Landesregierung, die bereits zugesagte Finanzierung der Ortsumgehung rückgängig zu machen und diese stattdessen im Form einer Vorfinanzierung (KIM-Modell) auf die Kommune abzuwälzen.
Gegen dieses Vorgehen wandten sich einige Altstadtbewohner mit einem offenen Brief an den damaligen Hessischen Verkehrsminister Rentsch und sammelten dafür innerhalb weniger Tage über 700 Unterschriften.

Dieses Bürgerengagement war jedoch nicht nur Anlass für die Gründung der Bürgerinitiative, sondern auch der Auslöser dafür, dass das Thema „Ortsumgehung“ wieder in die politische Diskussion gebracht wurde. Dabei war eines ihrer Anliegen war auch die Kontrolle eines zügigen Verfahrensablaufes zur Umsetzung der Ortsumgehung.
Hierzu wurde bereits im Februar 2014 die Bildung einer Kommission „Ortsumgehung“ am Magistrat angeregt. Im Dezember 2014 fand schließlich nach langen Diskussionen die konstituierende Sitzung der Kommission „Ortsumgehung“ statt, in der vier Mitglieder der Bürgerinitiative vertreten waren.

Seit ihrer Gründung hat sich schließlich die Bürgerinitiative mit unterschiedlichen Aktionen wie

• Kreativaktionen „Altstadtspaziergang“ und „Gemeinschaftliches Straßenkehren“ • öffentliche Veranstaltungen zum Sachstand Ortsumgehung • ersten Ideensammlungen für die Zukunft der Straße als Lebensraum mit Hoffest und Klavierkonzert

• Informationsabend zum Thema „Flurbereinigung“

• Vortrag zum Thema Stadtgeschichte

• mehrfache Ausrichtung eines „Parking Days – Parkraum wird zum Lebensraum“ • Teilnahme am offiziellen Spatenstich zur Ortsumgehung

• gemeinsames Altstadtpicknick mit Anwohnern nach dem Spatenstich dafür eingesetzt, dass das Vorhaben „Ortsumgehung“ im Gespräch bleibt und vor allem auch die „Zeit danach“ im Blick behalten wird!

Denn die Verwirklichung der Ortsumgehung ist nicht Ziel, sondern Voraussetzung, um weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Altstadt umsetzen zu können.

Sie ist also nur der erste Schritt in dem nun folgenden Stadtentwicklungsprozess. Mit der Freigabe der Ortsumgehung müssen als nächstes die verkehrslenkenden Maßnahmen zur Beruhigung der jetzt ehemaligen Durchgangsstraße umgesetzt werden. Der begonnene, vielversprechende Prozess der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Straßenräume im Rahmen der Dorfmoderation muss unbedingt fortgeführt werden. Hierzu liegen erste Ergebnisse vor, die nun gemeinsam mit den Bürgern weiter entwickelt werden

Parking Day 2019 in Felsberg

Straßenraum als Treffpunkt der Nachbarschaft soll nach dem Umbau der Untergasse wieder möglich sein!

Der Parking Day ist ein Aktionstag, der seit 2005 jährlich begangen wird. Am dritten Freitag im September werden Parkplätze kurzfristig umgewidmet und als grüne Oase, Pflanzinsel oder Sitzfläche genutzt. 2009 wurde beispielsweise der Times Square, der größte Verkehrsknotenpunkt New York Citys, als Fußgängerzone umfunktioniert. Diese eigentlich kurzfristige Aktion fand so viel Anklang, dass ein Teil dieses Platzes dauerhaft umgewandelt wurde.
Am 29.08.2019 fand in Felsberg der Spatenstich zur Ortskernumgehungsstraße (OU) statt. Nach der Fertigstellung der OU wird die Untergasse zurückgebaut werden. Eine andere Funktion als die einer Straße für Kraftfahrzeuge ist möglich.
„Denk Straße doch mal anders“ dieses Motto des VCD zum Parking Day wurde von der Bürgerinitiative Felsberg aufgegriffen. Mit dem Ausblick auf die Umgestaltung und Umnutzung der Untergasse nahm man sich am diesjährigen Parking Day 2019 teil.
Ein Parkplatz auf dem Parkstreifen der Untergasse wurde zum „Wohnzimmer“ umfunktioniert. Teppiche wurden ausgerollt, Sofa, Tisch und Stühle gestellt. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Anwohner und Neugierige bei sonnigem Herbstwetter schon mal vorstellen, wie es in ein paar Jahren aussehen könnte.
Die Umgehungsstraße ist die Lösung, um in der Untergasse ohne Abgaswolken und dem dröhnenden Lärm der Lastwagen leben zu können.
Die Bürgerinitiative für Felsberg wird in den nächsten Monaten Veranstaltungen zur Um- und Neugestaltung der Straßen durchführen, um Ideen und Vorschläge zu sammeln, die zusammen mit der Stadt Felsberg auf Umsetzungsmöglichkeiten geprüft werden können. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, um ihre Vorstellungen zur Neugestaltung einzubringen.

Leben auf der Straße! Das soll nach dem Umbau der Untergasse wieder möglich sein

Siehe hierzu auch „Der Tag des guten Lebens“

Es bleibt viel zu tun – jetzt!


Wichtige Meilensteine zur Verbesserung der Verkehrssituation und Lebensqualität in der Altstadt sind in Aussicht gestellt:  Der Baubeginn der Umgehungsstraße und deren Fertigstellung!

Dies ist ist aber nur das Mittel zum Zweck! Denn das eigentliche Ziel der Gesamtmaßnahme ist die Verkehrsberuhigung in der Altstadt und die Verbesserung der Lebensqualität und Wohnumfeldqualität insbesondere im Bereich der Untergasse Felsberg.
Das heisst: Das Ziel ist zwar formuliert, dessen Planung und Realisierung ist aber noch weit entfernt. Gerade deshalb ist es notwendig jetzt damit zu beginnen, Überlegungen anzustellen, wie die Untergasse zukünftig gestaltet sein soll, um in verkehrsberuhigter Weise eine hohe Wohnqualität aufzuweisen und die positiven Entwicklungen in der Altstadt weiter zu befördern..
Mit allen Aspekten, die diese Planung betreffen beschäftigt sichdie Bürgerinitiative Felsberg!
Um allen Bewohnern der Altstadt und den Anwohnern der Untergasse ein Forum zu bieten, um sich in den Planungsprozeß frühzeitig einzubringen, plant die Bürgerinitiative im 2. Halbjahr 2019 verschiedene Veranstaltungen durchzuführen, in denen die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Vorstellungen einbrigen können, um diese dann mit der Stadtverwalung und allen anderen beteiligten Planungsträgern zu diskutieren.

Von anderen Lernen – Besuch der BI Felsberg in der Stadt Schotten

Am 3.7.2017 besuchte eine Delegation der Bürgerinitiative für Felsberg e.V.  die Stadt Schotten im Vogelsberg. Ziel war es, die Erfahrungen der Stadt bei der praktischen Umsetzung eines „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes“ kennen zu lernen.

Die Stadt Schotten, die als Modellprojekt für IKEK vom Land Hessen ausgewählt wurde, ähnelt der Stadt Felsberg in vielen Punkten (Anzahl der Stadtteile, ländlicher Raum, Demografische Entwicklung etc.) und weist zum Teil ähnliche Problemschwerpunkte auf.

Hintergrund war, sich ein Meinungsbild darüber zu verschaffen, ob die Umsetzung der Ziele und Inhalte von IKEK auch in der Stadt Felsberg und zusammen mit der Stadt Felsberg sinnvoll und zielführend ist und in welcher Form dies erfolgen kann.

Da Maßnahmen der Dorfentwicklung zukünftig nur noch in anerkannten Förderschwerpunkten auf der Grundlage eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes durchgeführt werden, die nach dem „Leitfaden für integrierte kommunale Entwicklungskonzepte“ erstellt wurden, bildet IKEK die Grundlage für zukünftige Anträge auch in der Stadt Felsberg.

Neben den finanziellen Aspekten sind vor allem aber auch die inhaltlichen Aspekte von IKEK interessant. Mit dem Ziel der aktiven Gestaltung des demografischen Wandels sollen in den Orts-  und Stadtkernen der ländlich geprägten Kommunen Hessens zentrale Funktionen gestärkt und eine gute Wohn- und Lebensqualität erhalten bzw. geschaffen werden, d. h. die Förderung der Innenentwicklung ist zentraler Bestandteil des IKEK.

Kommunalwahlen Felsberg 2016

Im kommunalen Wahlkampfgeschehen der Stadt Felsberg taucht hier und da auch der Name der „BI Felsberg“ auf. Erfolge des bürgerschaftlichen Engagements werden gern auch im parteipolitschen Raum für sich rekrutiert.
Bitte informieren Sie sich auf diesen Seiten über diejenigen Aktivitäten,
die überparteilich durch die Bürgerinitiative Felsberg e.V. durchgeführt wurden.


 

Wer wir sind und was wir wollen

Am 27. August 2013 gründeten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Felsberg die Bürgerinitiative „Bürgerinitiative für Felsberg“ in der Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins.
Mit dieser Gründung wollten die Mitglieder eine unabhängige und parteiübergreifende Organisation schaffen, die ein Konzept für eine nachhaltige und zukunftsfähige städtische Entwicklung für Felsberg fordern und unterstützen will. Als Vorstand wurden Dr. Hartmut Quehl (1. Vorsitzender), Beate Heppe (2. Vorsitzende) und Nina Haack (Kassenwart) gewählt, die in der Jahreshauptversammlung am 8.12. 2015 in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Bürgerinitiativen bilden sich, um sich Problemstellungen anzunehmen, bei denen die etablierte Politik aus unterschiedlichen Gründen zu schwerfällig ist oder versagt. Nach jahrzehntelanger Diskussion um die Ortsumgehung der Altstadt Felsberg war die konkrete Umsetzung noch immer nicht in Sicht und sogar die Finanzierung der Straße durch das Land Hessen in Felsberg wieder in Frage gestellt. Die Hessische Landesregierung machte schließlich die bereits zugesagte Finanzierung der Ortsumgehung rückgängig und bot stattdessen an, diese im Rahmen des „Kommunalen Interessenmodells“ (KIM) zu realisieren. Das bedeutete: Vorfinanzierung durch die Stadt Felsberg, Rückzahlung der Kosten vom Land Hessen nach Fertigstellung, aber Verbleib der Zinsbelastung zur Vorfinanzierung bei der Stadt Felsberg.

Gegen dieses Vorgehen wandten sich einige Anlieger der Untergasse mit einem offenen Brief an den damaligen Hessischen Verkehrsminister Rentsch und sammelten dafür über 700 Unterschriften.
Dieses Bürgerengagement war zum einen der Anlass, die Ortsumgehung wieder in die politische Diskussion zu bringen, d.h. die Parteien setzten sich wieder mehr mit der Thematik auseinander, und zum anderen der Auslöser zur Gründung der „Bürgerinitiative für Felsberg e.V.“.

Seither hat sich die „BI für Felsberg“ intensiv und mit unterschiedlichen Mitteln – z.B. Kreativaktion „Altstadtspaziergang“, öffentliche Veranstaltung zum Sachstand „Ortsumgehung“, Informationsabend zum Thema „Flurbereinigung“, Gespräche mit verschiedenen Landtagsabgeordneten – dafür eingesetzt, dass das Vorhaben „Ortsumgehung L 3220“ im Gespräch bleibt und umgesetzt wird. Dazu wurde beispielsweise im Sommer 2014 ein Zeitplan zusammengestellt, der der BI als Orientierungsrahmen für den Fahrplan zur Schaffung von Baurecht galt, das schließlich im Juli 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.
Eines der Anliegen der BI war auch die Kontrolle eines zügigen Verfahrensablaufes.
Hierzu wurde bereits im Februar 2014 die Bildung einer Kommission „Ortsumgehung“ am Magistrat angeregt. Im Dezember 2014 fand schließlich nach langen Diskussionen und gegen einige Widerstände aus dem politischen Raum die konstituierende Sitzung der Kommission „Ortsumgehung“ statt. Seitens der BI sind hierin vertreten: Walter Dase, Hartmut Quehl, Edith Bußmann-Erler und Sabine Quehl.

Die Verwirklichung der Ortsumgehung ist nicht das einzige Ziel der BI, sie stellt jedoch einen zentralen Aspekt für eine nachhaltige Stadtentwicklung Felsbergs dar. Diese wiederum sieht die BI als eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe, die alle Bürgerinnen und Bürger und alle Ortsteile gleichermaßen betrifft.

Unsere Aktivitäten: 2015 | 2014 | 2013

 


 

Jahresbilanz 2015

Am 8.12.2015 fand die Jahrshauptversammlung der Bürgerinitiative für Felsberg e.V. statt.

Neben der Festlegung von Arbeitsschwerpunkten für das Jahr 2016 berichtete der Vorstand zusammenfassend über die Aktivitäten des letzten Jahres, die im Folgenden kurz dargestellt werden:

Inhalt

 


 

Umgehungsstraße:

Im Dezember 2014 wurde nach langer Vorlaufphase endlich die von der BI geforderte „Kommission Ortsumgehung Felsberg“ ins Leben gerufen. Ihr gehören neben dem Bürgermeister und Heiner Kern als Schriftführer 4 Mitglieder des Magistrats, als „sachkundiger Bürger“ Michael Kranixfeld sowie seitens der BI Walter Dase, Edith Bußmann-Erler, Sabine Quehl und Hartmut Quehl. Beate Heppe wurde als Ersatzkandidatin bestimmt.

Aufgabe der Kommission sollte die Begleitung der mit der Planung / dem Bau der Ortsumgehung verbundenen Prozesse sein.

Die Kommission tagte bis Sommer 2016 unregelmäßig. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause war beschlossen worden, direkt nach den Sommerferien eine neue Sitzung einzuberufen. Dies ist allerdings bis zum Berichtszeitpunkt (Dezember 2015) nicht geschehen. Auf schriftliche Nachfrage wurde seitens des BGM mitgeteilt, man werde die Kommission erst dann wieder neu einberufen, wenn es Berichtenswertes gebe.

In der Tat besteht erheblicher Informationsbedarf. Zwar wurde der Umgehungsstraßenfahrplan bis zum Sommer 2015 eingehalten, ab dem STAVO-Beschluss jedoch fehlen Informationen zu den offenen Fragen Finanzierung und Zinsen, Flurbereinigungsverfahren, Klagen etc.

Der BGM sollte auf dieses Defizit hingewiesen und auf einen ordnungsgemäßen Informationsfluss angehalten werden.

 


 

Öffentlichkeitsarbeit:

 Zu diesem Thema hielt Walter Dase im Januar 2015 einen Vortrag, bei dem im Plenum mögliche Formen der Öffentlichkeitsarbeit der BI diskutiert wurden.

Konkrete Schritte zur Umsetzung einzelner Komponenten stehen noch aus.


 

Mittelhof:

Die Initiative zum Ausbau des Mittelhofes für gemeinnützige, kulturelle Zwecke wurde von der BifF e.V aktiv unterstützt.

 


 

Projektanträge Fördermittel Stadtentwicklung

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 3 Antragsinitiativen gestartet:

  1. Komminova – Kommunen innovativ (BMBF): „Interkommunale Kooperation mit innerkommunaler Interaktion“ wurde im Februar 2015 beim BMBF eingereicht, aber abschlägig beschieden.
  2. ZIBB: wurde im November 2015 eingereicht
  3. Städtebauprogramm 2016: Vorbereitung laufen, Antragsfrist 28.2.2016 (s.u.)

 


 

Besuch Helga Jäger / Umweltministerium (HMUKLV, Wiesbaden)

Nachdem das BI-Schreiben an Minister Al-Wazir aus dem Oktober 2014 erst im Januar 2015 sehr unbefriedigend beantwortet wurde, wurde beschlossen, den Wunsch nach einem Gesprächstermin weiterhin aufrecht zu halten, gleichzeitig aber die begonnenen Kontakte ins Umweltministerium weiterzuführen. Auf Vermittlung von Detlef Lecke fand im Mai 2015 ein Besuch der Referentin für Stadtentwicklung m Umweltministerium, Frau Helga Jäger statt, bei dem eine Ortsbegehung gemacht wurde.

Eines der Ergebnisse des Treffen war die Initiative, sich an der Ausschreibung Städtebauprogramm 2016 des Hessischen Umweltministeriums zu beteiligen. Derzeit befinden wir uns hier in der Ausarbeitungsphase, der Antrag muss bis Ende Februar 2016 eingereicht werden.

 


 

Südlink – Kontakt zur BI Lebenswertes Felsberg

Axel Kulhanek wurde gebeten, die BI regelmäßig über die Entwicklungen zu Südlink zu informieren.

 


 

Platzgestaltung Robert-Weinstein-Platz vs. Burgenblick

Zur Platzgestaltung des Robrt-Weinstein Platzes wurde ein Positionspapier der BI erstellt, das u.a. auch eine gemeinschaftliche Aktion unter Beteiligung der BI am Robert-Weinstein-Platz vorschlug. Das Papier wurde dem Ortsvorsteher vorgelegt, der Ausbau des Weinstein-Platzes wurde aber ohne Berücksichtigung der Vorschläge durchgeführt.

 


 

IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept)

Im März 2015 stellte Hein Veith den Inhalt des „Leitfadens zur Erstellung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts= IKEK“ für die Runde der Bürgerinitiative vor. IKEK wurde als möglicher Tätigkeitsschwerpunkt der BI für 2016 diskutiert.

 


 

Öffentliche Veranstaltungen

 Im Januar 2015 wurde beschlossen, wieder öffentliche Veranstaltungen zu organisieren, um die BI nach außen zu präsentieren und um die neuen Arbeitsschwerpunkte (IKEK und Rückbau der Untergasse) unter Bürgerbeteiligung zu bearbeiten. Als Auftakt wurde entschieden, einen Öffentlichkeitstag im Hof „Die Ruthen“ im Sommer zu planen, nachdem intern die Option, eine Sperrung der Untergasse zu beantragen, abgelehnt worden war.

Die Veranstaltung fand am 18.7.2015 unter dem Motto „Felsberg gestern, heute, morgen“ statt. Neben Ausstellungen zur Historischen Altstadt, einer Führung durch die denkmalgeschützte Scheune Untergasse 27 und Getränken und Imbiß sollte die Veranstaltung den Auftakt für die Beschäftigung mit der Gestaltung der Untergasse nach dem Bau der Ortsumgehung sein.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit war eher dürftig, was nicht zuletzt auch dem schlechten Wetter geschuldet gewesen sein mag. Es wurde im Nachgang beschlossen, dieses Themenfeld nach der Sommerpause schwerpunktmäßig zu bearbeiten und neue Veranstaltungsformen / neue Formen der Bürgerbeteiligung zu diesem Thema zu erproben.

Ein Folgetermin war im Herbst geplant, der aber wegen kurzfristiger Terminverlegungen nicht zustande kam.

Der Titel der Veranstaltung soll auch das zukünftige Leithema der BI bei der Beschäftigung mit dem Thema sein:

„Untergasse der Zukunft: von der Durchgangsstraße zum Lebensraum. Wir machen die Straße lebendig!“


„Kreativaktion 2015“

Im Juni 2016 wurde beschlossen, eine neue „Kreativaktion“ zu starten, Auslöser war der Brief des Ordnungsamtes Melsungen zur Pflicht der Straßenreinigung. Als Termin für die Aktion „Gemeinsam Straße kehren“ wurde vereinbart, an einem Samstag mit Warnwesten, Poller, Warndreieck und Gießkanne die Untergasse bis zur Straßenmitte zu kehren,

Die Aktion verlief erfolgreich. Eine Stellungnahme des Ordnungsamtes Melsungen nahm daraufhin den Beschluß zurück.

 


 

AG Ratskeller

 Heinz Veit wurde als von der BI entsandtes Mitglied der AG Ratskeller benannt. Bisland fanden 2 Sitzungen statt, in der zweiten Sitzung war ein Vertreter der DEHOGA anwesend, außerdem der Betreiber des Hessischen Hofs in Melsungen als Experte.

Übereinstimmende Meinung war, dass der Ratskeller ist nur in Kombination mit einem Hotelbetrieb tragbar ist und größere Umbauten notwendig sind.

Die AG wird weiterhin tagen.


 

 

BI-Jahreskalender 2015: „Hering-Bilder“

Es wurde einstimmig beschlossen, einen BI-Kalender mit den Bildmotiven des Malers Hering zu entwerfen und zu drucken. Letztlich wurde die Aktion jedoch nicht weiter verfolgt, da die BI-Teilnahme am Weihnachtsmarkt – der die einzige offene Verkaufsmöglichkeit geboten hätte – von der Vereinsgemeinschaft abgelehnt wurde.

 


 

Weihnachtsmarkt 2015

Die Ablehnung der Vereinsgemeinschaft wurde von uns vorsichtig behandelt, die Presse wurde herausgehalten. Nichtsdestotrotz müssen wir hier handeln, um die Teilnahme am Weihnachtsmarkt 2016 wieder zu ermöglichen.


 

Von der Durchgangsstraße zum Lebensraum

Die Untergasse war über Jahrzehnte eine laute, belastete Verkehrsachse. Mit der Umgehungsstraße entsteht erstmals die Chance, diesen Raum neu zu denken:

  • weniger Lärm
  • weniger Abgase
  • mehr Aufenthaltsqualität
  • mehr Platz für Begegnung, Kultur und Nachbarschaft

Die Aktivitäten der Altstadtbewohner haben bereits gezeigt, wie es aussehen könnte: Wohnzimmer auf Parkplätzen, gemeinsames Straßenkehren, Altstadtpicknicks, Parking Days, Hoffeste, Vorträge, Dialogforen. Aktionen, die nicht nur Ideen liefern, sondern Menschen zusammenbringen.

Stadtentwicklung beginnt nicht mit Beton und Asphalt – sondern mit Beteiligung

Diese hat auch bereits mit der Dorfmoderation Felsberg viele BürgerInnen dazu bewegt, sich aktiv einzubringen. Die Ergebnisse sind dokumentiert. Aber was nützen diese, wenn sie nicht umgesetzt werden?

Entwurf zur Neugestaltung der Untergasse im Bereich des Robert-Weinsteinplatzes:

Ein Vorstellung der Planungsergebnisse aus der Dorfmoderation für die Untergasse können Sie sich hier präsentieren lassen

Planungsergebnisse

Internationaler Park(ing)day in Felsberg

Die Straße als Lebensraum
Platz zum Leben auf der Straße

Wie viel Platz in der Stadt wird von Autos besetzt – und wie viel Platz sollte uns allen zur öffentlichen Nutzung zustehen? Diese Fragen stellen sich viele Menschen auf dem internationalen PARK(ing) Day am dritten Freitag im September jedes Jahr aufs Neue.  Dieses Jahr also am 21. September!

Aktuell ist diese Frage auch in der Felsberger Altstadt wieder in das Zentrum der Diskussion über die Entwicklung der Altstadt gerückt.  Wieviel Platz könnte könnte in den Altstadtstrassen da sein, um diesen gemeinsam als Aufenthaltsort , zum Gespräch, zum Ausruhen, zum Spielen und Verweilen zu nutzen.

Der internationale ParkingDay soll auch in Felsberg Aufmerksamkeit finden und aufzeigen, wie der Straßenraum für Menschen wieder utzbar gemacht werden kann.

Lassen Sie sich überraschen am in der Kernstadt Felsbergs. Machen Sie mit!

_____________________________________________________________________________

Der Park(ing) Day ist ein seit 2005 international jährlich begangener[1] Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten: In der Regel am dritten Freitag des Septembers werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase bzw. Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche, Fahrradabstellfläche usw. zugeführt.[2]  

Aus: WIKIPEDIA, 7.9.2018

Grund zum Feiern

Einladung zum Picknic

29.8.2019
Im Jahr 2017 wurde mit dem Umbau des Burgblickplatzes begonnen und wer sich heute genau umschaut, stellt fest, dass die Arbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind.

Trotzdem hat die BI – Felsberg den „Tag des 1. Spatenstiches“ für den Bau der Ortsumgehung Felsberg zum Anlass genommen, diesen Tag mit den Bürgern der Altstadt Felsbergs und anderen Unterstüztern zu feiern und ein gemeinsames Picknic veranstaltet, zu dem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen sind. Man kann zusammenfassen, dass dieser sonnige Abend mit zahlreichen Spezialitäten auf dem Bufett gezeigt hat, dass sich auf dem neuen Platz gut feiern lässt.

Es hat sich aber auch gezeigt, dass die bei der ursprünglichen Planung des Platzes von den Bürgern geforderen Bäume fehlen und es sich bei den aktuellen und wohl auch zukünftig im Sommer zu erwartenden Temperaturen kaum auf dem Platz aushalten lässt, solange die Sonne auf den Platz scheint, der keinerlei Schatten bietet.
Zukünftige Sommerveranstaltungen werden wohl nach Sonnenuntergang stattfinden müssen.