„Die Untergasse ist nur eine Straße“.

In wohl kaum einer Straße in der Stadt Felsberg dürfte die Dichte an Tempo 30 km/h-Schildern so groß sein, wie im Bereich Untertor und trotzdem gibt es täglich viele verzweifelte Versuche die Straße zwischen Robert-Weinstein-Platz und Eisdiele zu überqueren, da die Verkehrsfrequenz sehr hoch und die Autos zu schnell sind.

 „Die Untergasse ist nur eine Straße“.

Wer so eine Aussage macht hat recht – es ist nur eine Straße.
Aber er hat das Problem nicht verstanden, dass es nur eine Straße ist. 

Eine Straße, deren Nutzung erhebliche Beeinträchtigungen für die direkten Anwohner und die Altstadt verursacht.Eine Straße, die auch aktuell immer noch für den Durchgangsverkehr genutzt wird.

Eine Straße, deren Verkehrsfunktion durch die mehrere Millionen teure Umgehungsstraße ersetzt werden sollte.

Im wohl kaum einer Straße in der Stadt Felsberg dürfte die Dichte an Tempo 30 km/h-Schildern so groß sein, wie im Bereich Untertor und trotzdem gibt es täglich viele verzweifelte Versuche die Straße zwischen Robert-Weinstein-Platz und Eisdiele zu überqueren, da die Verkehrsfrequenz sehr hoch und die Autos zu schnell sind.

Eine Straße also, deren Überquerung auch im Jahr 2026 durch Fußgänger, Kinder, Senioren oftmals nicht möglich ist.

Eine Straße also, die als Freiraum, als Lebensraum nicht genutzt werden kann.

Eine Straße, deren Umgestaltung die Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung der Altstadt ist.

Die Aussage „die Straße sei nur eine Straße“ ist auch nur möglich, wenn man die Diskussionen zur Erhaltung und Förderung der Altstadt in den letzten Jahrzehnten ignoriert hat.

Zur Erinnerung:
Die wichtigsten Gründe für den Bau der Ortsumgehung in Felsberg waren:

  • Entlastung der historischen Altstadt vom Durchgangsverkehr. Die neue Straße sollte die bisherige Ortsdurchfahrt ersetzen, die direkt durch die Altstadt mit ihrer Fachwerkbebauung führte.
  • Reduzierung von Lärm und Abgasen. Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums sollten weniger Fahrzeuge im Ortskern für eine höhere Lebensqualität der Anwohner sorgen.
  • Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Durch die Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Umgehungsstraße sollte der Ortskern sicherer werden.
  • Hohe Verkehrsbelastung. Laut den Angaben zur Eröffnung fuhren auf der Landesstraße durch Felsberg täglich bis zu 7.600 Fahrzeuge, darunter durchschnittlich 360 Lastwagen. Diese Belastung war ein wesentlicher Grund für die Forderung nach einer Umgehung.
  • Langjähriger Wunsch der Bevölkerung. Über die Umgehungsstraße wurde bereits seit den frühen 1960er Jahren diskutiert. Das Projekt war damit über Jahrzehnte ein wichtiges kommunalpolitisches Thema.

Zusammengefasst sollte die Umgehungsstraße vor allem den Verkehr aus der Altstadt herausnehmen, die Lebensqualität erhöhen und die historisch geprägte Innenstadt von Felsberg entlasten.

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